Verschiedene Musikinstrumente – Teil 1

Einige
Musikinstrumente
Teil 1

Handharmonika

Chromatisches Knopfakkordeon
Chromatisches Knopfakkordeon

Unser heutiges Akkordeon ist ein Handzuginstrument, bei dem der Schall über freischwingende, durchschlagende Zungen erzeugt wird. Aus diesem Grund zählt dieses Musikinstrument zu den selbstklingenden Unterbrechungs – Aerophonen. In der heutigen Zeit zählt man sämtliche Handzuginstrumente, die auf der rechten Seite, dem Diskant, die Tastatur in einer abgewinkelten Struktur angebracht haben, zu den diversen Akkordeonarten. Diese Formation solcher Tastatur geht laut Berichten auf die ersten Wiener beziehungsweise die ersten französischen Instrumente zurück.

Die verschiedenen Typen der Konzertina, wie etwa das Bandoneon, weisen im Gegensatz zum Akkordeon keine abgewinkelte Tastatur auf.

Bauarten

Ein Akkordeon besteht sowie weitestgehend alle Handzuginstrumente aus zwei Segmenten (Einer nennt sich Diskant und der andere Bass), welche durch einen Balg gemeinsam gekoppelt sind. Durch das Auseinanderziehen und Zusammendrücken der beiden Teile wird die Luft im Balg durch die Stimmstöcke in den beiden Seitenteilen geführt. Je nachdem, ob beim Ziehen und Drücken die gleichen Töne ertönen, kann grundlegend zwischen wechseltönigen und gleichtönigen Instrumenten unterschieden werden. Im Übrigen ist eine Klassifizierung je nach Typ der Tastenbelegung im Diskant denkbar. Neben den in diesem Fall aufgezählten sind noch zahllose weitere Ausführungen bekannt. Die Vielzahl der Akkordeons in Gruppen einzuteilen, ist den Umständen entsprechend kompliziert. Bei gewissermaßen allen Klassifikationssystemen erweisen sich Vor- und Nachteile sowohl etliche oder geringere zahlreiche Ausnahmen.

Adiaphon

Das Adiaphon (griechisch „das Unverstimmbare“, sogar Gabelklavier benannt) ist ein Musikinstrument aus der Familie der Tasteninstrumente. Das Adiaphon wurde vom Instrumentenbauer Wilhelm Fischer in Leipzig oder vom Uhrmacher Schuster in Wien entwickelt. Dieses Instrument ist weitestgehend eine Art Klavier mit sechs Oktaven und gleicht in Folge dessen einem Pianino. Die Töne werden mit Unterstützung von Stimmgabeln erzeugt. Aus diesem Grund ist dieses Instrument unter anderem unverstimmbar. Der Laut des Adiaphons ist sphärisch und ähnelt dem der Glasharmonika. Das Adiaphon ist im Unterschied dazu deutlich leiser als die Glasharmonika. Da die Ansprache besonders langsam ist, sollte man auf diesem Musikinstrument ausschließlich getragene Lieder musizieren.

Aelodicon

Das Aelodicon verfügt in seinem inneren über Stimmplatten mit jeweils einer Partie von Stimmzungen, auch Kanzellen genannt. Mithilfe zwei Tretschmemel oder Schöpfpedale gelangt die Luft, die man wie bei der Orgel oder Harmonium Wind nennt, in das Gehäuse und bringt auf diese Weise die Stimmplatten zum erklingen, wenn eine solcher Tasten gedrückt wird.
Das ursprüngliche Musikinstrument war ein Querhammerflügel mit solchen Stimmplatten und – Zungen. Zu einem späteren Zeitpunkt allerdings wurde das Instrument derart berichtigt, dass der Luftstrom beim treten mit den Beinen zu den sogenannten Stimmplatten und Stimmzungen gelangte.
Diese Art und Weise von Klangerzeugung übernahm in der Tat darauffolgend sogar das Harmonium vom Aelodicon und bildete des Weiteren zwei Formen:
Das Druckwindharmonium wie auch das Saugwindharmonium. Das Aelodicon hat u. a. Register, mit denen man während des Spiels festlegen kann, welchen Klang dieses Musikinstrument kreieren soll. Ebendiese Charaktereigenschaft übernahm das Harmonium auch vom Aelodicon. Das Aelodicon ist verwandt mit einer Orgel, Harmonium, Aeoline, Mundharmonika, Blasakkordeon und Psallmelodikon.

Aeoline

Aeoline ist jener Name mehrerer Musikinstrumente die der Maultrommel nachempfundene durchschlagende Stimmzungen nutzen, die in beiden Windrichtungen Töne produzieren. Aeoline ist des Weiteren der Name für Orgelstimmen mit freischwingenden, durchschlagenden Zungen welche einen massiv zarten Ton nach sich ziehen. Instrumentenbauer Johann Caspar Schlimbach war der erste, der einen Querhammerflügel mit „Aeoline“ baute, die Idee ebenso wie vorangegangene Versuche wie auch die Namensgebung resultieren von Bernhard Eschenbach,
welcher 1812 bereits eine etwas größere Klaväoline baute. Im Musikinstrumenten – Museum Berlin (Hauptstadt von Deutschland) ist ein derartiges Instrument ausgestellt.

Äolsharfe

Äolsharfe
Äolsharfe

Die Äolsharfe oder aber auch Windharfe genannt ist ein Chordophon (Saiteninstrument), dessen Saiten durch Einwirkung eines Luftstroms zur Resonanz und dadurch zum Klingen gebracht werden. Ihr Titel leitet sich von Aiolos (im lateinischen Aeolus), dem Beherrscher der Winde in der griechischen Mythologie, her. Nach ihrer Bauart gehört die Äolsharfe so gut wie ohne Ausnahme zur Familie der Zitherinstrumente. Die Äolsharfe wird nicht selten als Sinnbild für den Poeten gesehen. Dieser Zusammenhang beruht auf dem Begriff des Afflatus.

Funktionsweise und Prinzip

Eine Äolsharfe besteht aus einem langen, schmalen Resonanzkasten, auf dem eine willkürlich große Anzahl Saiten geringer Dichte über zwei Stege aufgespannt wird. Die Saiten sind in der Regel gleich lang, auf denselben Grundton gestimmt, trotzdem unterschiedlich dick und haben gegebenenfalls auch eine verschiedenartige Oberflächenbeschaffenheit. Der Luftstrom streicht über die Saiten und erzeugt dadurch die sogenannten Äolstöne mit Hilfe von Luftwirbel. Durch diese werden die Saiten in eine Vibration versetzt, die ihrerseits einen Klang entwickeln. Je nach Windgeschwindigkeit entstehen auf solche Weise Melodiefolgen und Akkorde, sofern die Obertöne jener verschiedenen Saiten des Musikinstruments angeregt werden. Der Klang ist von zauberhafter Wirkung, da je gemäß der Energie des Windes die Akkorde vom Pianissimo zum Forte anschwellen und wieder verhallen. Durch entsprechende Leitwerke über den Saiten kann der Luftstrom und dadurch der Effekt einer Windharfe verstärkt werden.

Aetherophon ? Theremin

Modernes Theremin
Modernes Theremin

Das Theremin ist ein circa 1920 erfundenes elektronisches
Musikinstrument. Es ist das einzige verbreitete Instrument, das berührungslos gespielt wird und unter anderem dabei sogleich Töne erzeugt. Sein Name geht auf den Erfinder, Lew Termen (Russe), zurück, der sich in Amerika Leon Theremin genannt hatte. Bei dem Theremin beeinflusst die elektrische Kapazität des menschlichen Körpers ein elektromagnetisches Feld. Dabei beeinflusst die Position der Hände gegenüber zwei Elektroden die Stärke der Veränderung. Die sich ändernde Schwingung des Feldes wird verstärkt und als Schall über einen Klanggeber ausgegeben. Wenngleich das Theremin in vielerlei Hinsicht eine Pionierrolle im Instrumentenbau einnahm, blieb sein Gebrauch auf musikalische Nischen eingeschränkt. Dabei kam es in so verschiedenen Bereichen wie neuer Musik, Science Fiction-Filmen und experimenteller Pop-Musik zum Einsatz. Erst seit dem Zeitpunkt der 1990er Jahre hat es sich etwas popularisiert.
Eine besondere Aufgabe in unserer heutigen Musikgeschichte nahm das Theremin durch den Instrumentenbauer Robert Moog ein. Der baute in seiner Jugend Theremine und nutzte die dort gewonnenen Erfahrungen zur Erschaffung der ersten Synthesizer.

Agogô

Agogô mit Schlägel
Agogô mit Schlägel

Agogô ist ein Aufschlagidiophon in der Musik der Yoruba, Igala und Edo in Nigeria, welches aus zwei, über einen Bügel gemeinsam verbundenen, länglich und kegelförmigen Metallglocken ohne Glockenklöppel besteht. Von Nigeria gelangte die Agogô unter Zuhilfenahme von afrikanischen Sklaven nach Südamerika in die brasilianische wie auch kubanische Musik.

Die zwei Glocken sind von unterschiedlicher Größe sowohl …. als auch Tonhöhe und werden mittels einem kurzen Stab angestoßen. Das Tonintervall der beiden obertonreichen Glocken ist je nach Ausführung des Toninstruments als Terz, Quart oder Quint gestimmt. Die Agogô wird mittels einem Stab aus Holz, ziemlich wenige Male auch aus Metall, angeschlagen. Einen anderen perkussiven Ton kann man bewirken, indem man die beiden Glocken während des Spielens gegeneinander drückt.

Das Perkussionsinstrument wird größtenteils im Samba gespielt. Die Agogô spielt eine linha rítmica, eine der Clave vergleichbare rhythmische Linie.
Im Gegensatz zu solcher wird das Grundpattern dazu des Öfteren umspielt, während in der Candomblé-Tonkunst eine Cowbell eine richtige Clave spielt.

Aida-Trompete

Aida Trompete
Aida Trompete

Eine Aida-Trompete ist eine im Triumphmarsch seitens Giuseppe Verdis Oper Aida vorkommende Fanfarentrompete mit Hilfe von ein bis drei Ventilen welche es in den Stimmungen C, B, H und As gibt. Diese ist annäherungsweise 1,5 m lang. Im Klang ist sie recht durchdringend und wundervoll.

Entstehung

Die Trompete wurde anno dazumal insbesondere für die Aufführungen von „Aida“ konstruiert und wurde zudem Bildern seitens altägyptischen Trompeten nachempfunden. Da ja Verdi die in Ägypten spielende Oper echt gestalten wollte, informierte er sich zusätzlich über Musikinstrumente aus der Pharaonenzeit.
In einer Schilderung Plutarchs fand er die Stelle, dass die ägyptischen Trompeten an Eselsrufe erinnern würden. Er beauftragte den Pariser Instrumentenbauer Adolphe Sax eine solchermaßen klingende fanfarenartige Trompete zu bauen.

Lesen Sie auch unsere
zukünftigen Artikel über
Verschiedene Musikinstrumente.

Instrumente – Tonerzeugung

Instrumente – Tonerzeugung

Klassifizierung je nach Typ der Tonerzeugung
Klassifizierung nach Erscheinungsform der Tonerzeugung

Idiophone – Selbstklinger – Tonerzeugung mittels Klingen des gesamten Klangkörpers. Bspw. wie auch die Glocke.

Membranophone – Fellklinger – Tonerzeugung mittels schwingendem Fell.
Beispielsweise wie eine Trommel.

Chordophone – Saitenklinger – Tonerzeugung unter Einsatz von Saiten.

Geige
Geige

Streichinstrumente wie beispielsweise die Geige – Zupfinstrumente etwa wie auch eine Gitarre – Tasteninstrumente wie das Piano.

Aerophone – Luftklinger – Tonerzeugung mit Hilfe von Luftstrom.
Blasinstrumente – Holzblasinstrumente wie bspw. die Flöte – Blechblasinstrumente wie bspw. die Trompete.

Tasten-Aerophone sowohl …. als auch die Orgel oder Handzuginstrumente – wie das Akkordeon.

Elektrophone – Tonerzeugung mit Hilfe von elektrischen Strom.
Elektromechanische Musikinstrumente wie die Stromgitarre mit elektromechanischer Tonabnahme wie auch analoger Signalverarbeitung eines mechanischen Schwingungsvorgangs.

Elektronische Musikinstrumente wie zum Beispiel das Trautonium oder der analoge Synthesizer mit einer vollständigen elektronischen Klangerzeugung.

Digitale Musikinstrumente wie beispielsweise ein digitales Piano, oder im Unterschied dazu ein PC mit rein digitaler Klangerzeugung, wie bspw. mit Hilfe des sogenannten Samplings.

Physikalische Klassifizierung – Instrumente

Das wachsende Verständnis für die Physik hinter den Erscheinungen, die Einführung von „elektrischen“ Instrumenten und sogar der elektronischen Musik machte im 20. Jahrhundert eine Klassifizierung solcher Musikinstrumente aus physikalischer Sichtweise unerlässlich, die sich bei Fachleuten des Instrumentenbaus laufend weiter durchsetzt.

In diesem Fall unterscheidet man:

Mechanische Musikinstrumente, Instrumente bei denen die klassische Mechanik zur Erklärung gebraucht werden kann. (bspw. Geige, Pauke, Flöte, Xylophon) Immer wieder werden diese Instrumente als „akustisch“ oder „natürlich“ bezeichnet, obgleich alle Musikinstrumente zwingend einen akustischen Anteil haben, da ohne akustische Wellenausbreitung absolut keine Wahrnehmung durch die Ohren möglich ist.

Obendrein sind ebendiese Musikinstrumente menschliche Artefakte höchster Ausgereiftheit ebenso wie Präzision und in keiner Weise natürlichen Ursprungs. Die Vorgänge werden mit Begriffen wie Haftreibung oder Gleitreibung, Strömungsmechanik, Masse, Feder, Dämpfung usw. beschrieben. Mechanische Musikautomaten, ebenso wie mechanische Musikinstrumente, allerdings mit Hilfe von automatischer Spielvorrichtung. (z.B. Orchestrion, Pianola) Elektromechanische Musikinstrumente, aufbauend auf mechanisch – elektrischer Energieumwandlung (z. B. E-Gitarre, Hammondorgel).

Elektrische Musikinstrumente gibt es in diesem Sinne nicht, da eine Verdrahtung lediglich aus passiven Bauelementen wie Spule (Wicklung), Widerstand und Kondensator, wie sie zum Beispiel in E-Gitarren zum Einsatz kommt, nicht aktiv an der Klangerzeugung beteiligt ist, sondern lediglich der Verstärkung der Ausgangsschwingung dient. Folglich zählen ebendiese Instrumente gewissermaßen zu den Gruppen, denen die Erzeuger der eigentlichen Schwingungen zuzurechnen sind (eine Elektrogitarre zu den Chordophonen).

Elektronische Musikinstrumente basieren auf analogen Schaltkreisen, womit der Ton durch Oszillatoren auf der Basis elektronischer Bauelemente wie Vakuumröhre oder Transistor erzeugt wird (z.B. Theremin), der mehrfach durch eine Reihe zusätzlicher Schaltkreise (z. B. Trautonium) gefiltert oder ergänzt wird. Ein modularer Synthesizer kombiniert in Folge dessen eine große Anzahl elektronischer Klangerzeuger verschiedener Wellenformen mit zahlreichen analogen Effektgeräten, die es erlauben, das analoge Klangsignal weiter zu verändern.
Digitale Musikinstrumente produzieren den Schall rein rechnerisch unter Zuhilfenahme von universellen Mikroprozessoren oder speziellen Prozessoren zur digitalen Signalverarbeitung. Die Wandlung in eine physikalische Schwingung wird trotzdem erst am Ende der Signalverarbeitung von einem Digital-Analog-Wandler vorgenommen. Solche Instrumente können sowohl in der Form dedizierter Hardware (z.B. digitale Synthesizer) als auch als reine Softwareanwendung (z.B. Software-Instrument, Software-Synthesizer) implementiert werden.

Einordnung nach Benutzung durch den Spieler:

Unabhängig von der Art der Tonerzeugung ist ebenso eine Einordnung nach der Inanspruchnahme durch den Spieler nicht ausgeschlossen. In diesem Fall unterscheidet man:

Blasinstrumente, Schlaginstrumente, Streichinstrumente, Tasteninstrumente, Zupfinstrumente.

 

Lesen Sie auch unsere weiteren Artikel über Instrumente.

Notenlehre - Notensatz: Noten – Notation

Noten – Notation

Benennung schriftlicher Musikaufzeichnungen

Im Plural deklarieren „Noten“ oder „Musiknoten“ gleichwohl das Medium (Kommunikationsträger), auf dem die Klänge in geschriebener Anordnung festgehalten ist: zum Beispiel als gebundene Partitur (Noten), Handschrift oder gedruckte Einzelstimme eines Musikstücks. Als Sammelbegriff für jede schriftliche Chronik von Musik verwendet man neben dem Fachbegriff Musikalien gleichermaßen die Ausdrücke Notation oder „Notierung“ mittels dazugehörigem Adjektiv „notiert“, sogar wenn diese Aufzeichnung keine Noten im engeren Sinn enthält: so bspw. bei der graphischen Notation, die andere Grafiken statt oder zusätzlich zu Notensymbolen verwendet.

Elemente der Notation

Die grafischen Elemente der modernen Notenschrift sind überwiegend das Notensystem aus fünf Linien, auf dem neben Informationen über Tempo, Taktart, Dynamik sowie Instrumentation die zu spielenden Klänge in Form von Noten abgebildet sind, die von links nach rechts gelesen werden. Die verschiedenen Tondauern werden in diesem Zusammenhang durch diverse Notenformen (Notenwerte) dargestellt, die Tonhöhen durch die vertikale Position definiert. Zwei Notenlinien repräsentieren den Abstand einer Terz; der Abstand einer zwischen den Linien liegenden Note zu einer auf einer der Nachbarlinien liegenden beträgt eine Sekunde. Der Notenschlüssel am Beginn jeder Zeile legt einen Referenzton für eine bestimmte Notenlinie fest, aus der sich die anderen Tonhöhen herleiten lassen: auf dieser Darstellung der Ton g‘ auf der zweiten Linie von unten. Im

Noten - Notation - Notenlehre
Noten – Notation – Notenlehre

Photo kann man infolgedessen keineswegs nur die relativen Notenabstände (Terz und Sekunde) ablesen, stattdessen auch aus dem Violinschlüssel schließen, dass die Töne a‘-c“ und a‘-h‘ gemeint sind. Für Töne, die zu hoch oder tief sind, um auf den Linien Platz zu finden, werden Hilfslinien angewendet.

In mehrstimmigen Musikstücken ist es gebräuchlich, zahlreiche Notensysteme untereinanderzusetzen, die jeweils eine Stimme beinhalten, so dass die gleichzeitigen musikalischen Ereignisse übereinander angeordnet sind. Man spricht demzufolge von einer Partitur (Orchestermaterial). Dabei erhalten Liniensysteme für tiefere Töne im Regelfall einen Bassschlüssel, welcher im Gegensatz zum Violinschlüssel das kleine f als Referenzton auf der zweitoberen Linie markiert.

Notation (Musik)

Als Notation bezeichnet man in der Musik das grafische Speichern von musikalischen Parametern wie Tonhöhe, -zeitdauer und -geräuschpegel in einer in diesem Zusammenhang entwickelten Notenschrift. Sie dient zum einen dazu, bereits bekannte Musikstücke schwarz auf weiß zu dokumentieren, und ersetzt so zum Teil die Überlieferung durch Vorspielen oder Vorsingen. Als Dokumentation einer Melodie lassen sich auch die Stiftwalzen und -scheiben in Leierkasten und Spieluhr ansehen, aber abgesehen davon war Notenschrift bis zur Erfindung der Phonographie (z.B.Plattenspieler) die einzige Möglichkeit, gehörte Tonkunst anders als durch Erinnerung festzuhalten. Der zweite große Nutzen von Notenschrift besteht darin, neue Melodien und weitere musikalische Einfälle ausschließlich schriftlich auszudrücken. Erst die so erreichte Möglichkeit, eine Idee zu vermitteln, ohne sie selber ausführen zu müssen, ermöglicht es, dass einzelne Menschen sehr große und sehr komplexe Werke vollbringen.

Der Notensatz von der Handschrift zum Computerdruck (Kopisten)

Die Entwicklung des Notensatzes verlief ähnlich wie die Geschichte des geschriebenen Wortes. Nach in Stein gemeißelten oder in Ton geritzten Notentexten entwickelten sich bald Tinte und Papier zum idealen Informationsträger.

Die mehr oder weniger leserlichen Handschriften verschiedener Komponisten können viel über ihre Persönlichkeit aussagen, man vergleiche nur Johann Sebastian Bachs einheitliche und kontrollierte Handschrift. Bis heute ist die Entzifferung der Autographe eine schwierige Expertenarbeit, wenn es zu unterscheiden gilt, ob ein Staccato-Punkt oder nur ein Tintenfleck vorliegt, oder wenn – wie häufig bei Franz Schubert der Fall – die grafischen Zwischenstufen von Akzent-Keil zu Diminuendo-Gabel in der Drucklegung adäquat wiedergegeben werden sollen.

Wenn der Komponist die Partitur eines neuen Orchesterwerks geschrieben hatte, war es die Aufgabe von Kopisten, die Stimmen der einzelnen Instrumente daraus abzuschreiben, was eine zeitraubende Arbeit war. War das Stück erst im letzten Moment fertigkomponiert, musste es schnell gehen, und aus vielen Zeitzeugnissen kennen wir Schilderungen von „noch feuchten Notenblättern“, aus denen die Musiker eine Uraufführung spielten.

Lesen Sie auch die zukünftigen Artikel über Noten – Notation.

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Harmonikabauer für Steirische Harmonikas

Harmonikabauer für Steirische Harmonikas

seit 1874 Rupert Novak, Klagenfurt, erzeugte zuerst das Wiener Modell, erst etliche Jahre später Steirische Harmonikas
1876–1941, Franz Zechner, Graz, erzeugte vom Anfang an Steirische Harmonikas, daher erster Erzeugungsbetrieb im heutigen Österreich
1885–1940, Josef Hlaváček, Böhmen, jedoch noch viele weitere in Wien und Tschechien
1888–1965, Lubas & Sohn Slovenj Gradec (Windischgraz, damals Steiermark)
1890–1984, Peter Stachl, Graz, zwei Generationen, seit 1975 Franz Schmid – Meister
1893-1937, Karl Christa, Freistadt Oberösterreich
1900–1942, Anton Mervar, Trifail (heute Trbovlje), ab 1912 Ohio, US-amerikanischer Instrumentenbauer slowenischer Herkunft (damals Untersteiermark)
1900–1917, Franz Fuchs, Judenburg
1900–1977, Alois Marx, Otternitz, St. Martin i. S. Steiermark, Gewerbe gemeldet von 1923–1948, baute seine letzte Harmonika mit 95 Jahren im Jahr 1977
1911–1945, Franz Jost, Graz
1913–1953, Robert Zechner, Graz, Anton Strasser hat bei ihm gelernt
1924-1944 Anton Železnik, Slowenien Vrhnika [8]
1926–1959, Otto Ludwig, Immenstadt, Bayern, geboren in Klingenthal
seit 1926 Anton Strasser bzw. Ernst Strasser, Graz
1932–1974, Josef Fleiß, Slowenien und Bad St. Leonhard im Lavanttal, Kärnten
1945–1989, Melodija Menges, Slowenien
1946–1976, Paul Haas, Judenburg
1948–1991, Roman Gombotz, Köflach, 1991 Sohn Roman G. und Enkelsohn Ulfried G.
seit 1949 Georg Öllerer, Harmonikaerzeugung seit 1972, Freilassing, Bayern
seit 1952 Karl Macourek, Wien, jetzt Altlengbach, Niederösterreich
seit 1974 Albin Flatscher, Lofer Salzburg, hat bei Georg Öllerer sen. gelernt
seit 1975 Peter Müller, Bad St. Leonhard im Lavanttal, Kärnten
seit 1977 Karl Schwarz, Molln, Oberösterreich
seit 1978 Franz Parz, Semriach, Steiermark
seit 1979 Ernst Spirk, Laxenburg, Niederösterreich, gelernter Orgelbauer
seit 1983 Hermann Jamnik, Ehrenhausen, Steiermark
seit 1984 Franz Schmidt, Weinitzen, Steiermark
seit 1985 Herfried Zernig, Sebersdorf, Steiermark, hat bei Josef Fleiß gelernt
seit 1985 Johann Herbst, Unken, Salzburg, Lehre bei Albin Flatscher, Meisterprüfung 1983
1996–2007 Othmar Kühn, St. Gertraud, Kärnten, gelernter Harfenbauer, war lange Zeit bei Fa. Novak und Peter Müller
seit 1997 Udo Schneeberg, Zwota, Sachsen, Schneeberg-Harmonikabau – Meisterwerkstatt für Harmonikabau, Neuanfertigung, Reparatur und Restauration
seit 1998, Austria-Harmonika, St. Pölten, Werkstatt für Reparaturen, Stimmungen
seit 1998 Bayerland Harmonika, Hemau / Pellndorf; seit 1968 Reparatur aller Fabrikate
seit 2004 Martin Schaider, Laufen, Bayern, wurde bei Georg Öllerer ausgebildet
seit 2006 Gernot Strassl, Hall in Tirol, Innsbruckerstraße 48, Derzeit Verkauf und Reparatur von Handzuginstrumenten
seit 2006 Lanzinger Harmonika
seit 2009 Alpengold Harmonika LBL – GmbH Alte Bundesstraße 39 A-5723 Uttendorf, Günther Lerch Geschäftsführer, Manfred Lerch, Gehäusebau
seit 2009 EDLER Harmonikas GmbH, St. Martin am Tennengebirge, Harmonikaerzeuger für handgefertigte Harmonikas nach Kundenwünschen, Reparatur, Service
seit 2010 Haglmo GmbH & Co. KG[9], Marklkofen Niederbayern Deutschland
seit 2011 Landerer-Harmonikas[10], Bad Tölz Oberbayern Deutschland
seit 2013 Alois Riesch SteiRiesch Harmonikabau Alois und Florian Riesch Am Weingarten 20 83646 Bad Tölz