Archiv für den Monat: Dezember 2015

Instrumente – Tonerzeugung

Instrumente – Tonerzeugung

Klassifizierung je nach Typ der Tonerzeugung
Klassifizierung nach Erscheinungsform der Tonerzeugung

Idiophone – Selbstklinger – Tonerzeugung mittels Klingen des gesamten Klangkörpers. Bspw. wie auch die Glocke.

Membranophone – Fellklinger – Tonerzeugung mittels schwingendem Fell.
Beispielsweise wie eine Trommel.

Chordophone – Saitenklinger – Tonerzeugung unter Einsatz von Saiten.

Geige
Geige

Streichinstrumente wie beispielsweise die Geige – Zupfinstrumente etwa wie auch eine Gitarre – Tasteninstrumente wie das Piano.

Aerophone – Luftklinger – Tonerzeugung mit Hilfe von Luftstrom.
Blasinstrumente – Holzblasinstrumente wie bspw. die Flöte – Blechblasinstrumente wie bspw. die Trompete.

Tasten-Aerophone sowohl …. als auch die Orgel oder Handzuginstrumente – wie das Akkordeon.

Elektrophone – Tonerzeugung mit Hilfe von elektrischen Strom.
Elektromechanische Musikinstrumente wie die Stromgitarre mit elektromechanischer Tonabnahme wie auch analoger Signalverarbeitung eines mechanischen Schwingungsvorgangs.

Elektronische Musikinstrumente wie zum Beispiel das Trautonium oder der analoge Synthesizer mit einer vollständigen elektronischen Klangerzeugung.

Digitale Musikinstrumente wie beispielsweise ein digitales Piano, oder im Unterschied dazu ein PC mit rein digitaler Klangerzeugung, wie bspw. mit Hilfe des sogenannten Samplings.

Physikalische Klassifizierung – Instrumente

Das wachsende Verständnis für die Physik hinter den Erscheinungen, die Einführung von „elektrischen“ Instrumenten und sogar der elektronischen Musik machte im 20. Jahrhundert eine Klassifizierung solcher Musikinstrumente aus physikalischer Sichtweise unerlässlich, die sich bei Fachleuten des Instrumentenbaus laufend weiter durchsetzt.

In diesem Fall unterscheidet man:

Mechanische Musikinstrumente, Instrumente bei denen die klassische Mechanik zur Erklärung gebraucht werden kann. (bspw. Geige, Pauke, Flöte, Xylophon) Immer wieder werden diese Instrumente als „akustisch“ oder „natürlich“ bezeichnet, obgleich alle Musikinstrumente zwingend einen akustischen Anteil haben, da ohne akustische Wellenausbreitung absolut keine Wahrnehmung durch die Ohren möglich ist.

Obendrein sind ebendiese Musikinstrumente menschliche Artefakte höchster Ausgereiftheit ebenso wie Präzision und in keiner Weise natürlichen Ursprungs. Die Vorgänge werden mit Begriffen wie Haftreibung oder Gleitreibung, Strömungsmechanik, Masse, Feder, Dämpfung usw. beschrieben. Mechanische Musikautomaten, ebenso wie mechanische Musikinstrumente, allerdings mit Hilfe von automatischer Spielvorrichtung. (z.B. Orchestrion, Pianola) Elektromechanische Musikinstrumente, aufbauend auf mechanisch – elektrischer Energieumwandlung (z. B. E-Gitarre, Hammondorgel).

Elektrische Musikinstrumente gibt es in diesem Sinne nicht, da eine Verdrahtung lediglich aus passiven Bauelementen wie Spule (Wicklung), Widerstand und Kondensator, wie sie zum Beispiel in E-Gitarren zum Einsatz kommt, nicht aktiv an der Klangerzeugung beteiligt ist, sondern lediglich der Verstärkung der Ausgangsschwingung dient. Folglich zählen ebendiese Instrumente gewissermaßen zu den Gruppen, denen die Erzeuger der eigentlichen Schwingungen zuzurechnen sind (eine Elektrogitarre zu den Chordophonen).

Elektronische Musikinstrumente basieren auf analogen Schaltkreisen, womit der Ton durch Oszillatoren auf der Basis elektronischer Bauelemente wie Vakuumröhre oder Transistor erzeugt wird (z.B. Theremin), der mehrfach durch eine Reihe zusätzlicher Schaltkreise (z. B. Trautonium) gefiltert oder ergänzt wird. Ein modularer Synthesizer kombiniert in Folge dessen eine große Anzahl elektronischer Klangerzeuger verschiedener Wellenformen mit zahlreichen analogen Effektgeräten, die es erlauben, das analoge Klangsignal weiter zu verändern.
Digitale Musikinstrumente produzieren den Schall rein rechnerisch unter Zuhilfenahme von universellen Mikroprozessoren oder speziellen Prozessoren zur digitalen Signalverarbeitung. Die Wandlung in eine physikalische Schwingung wird trotzdem erst am Ende der Signalverarbeitung von einem Digital-Analog-Wandler vorgenommen. Solche Instrumente können sowohl in der Form dedizierter Hardware (z.B. digitale Synthesizer) als auch als reine Softwareanwendung (z.B. Software-Instrument, Software-Synthesizer) implementiert werden.

Einordnung nach Benutzung durch den Spieler:

Unabhängig von der Art der Tonerzeugung ist ebenso eine Einordnung nach der Inanspruchnahme durch den Spieler nicht ausgeschlossen. In diesem Fall unterscheidet man:

Blasinstrumente, Schlaginstrumente, Streichinstrumente, Tasteninstrumente, Zupfinstrumente.

 

Lesen Sie auch unsere weiteren Artikel über Instrumente.

Notenlehre - Notensatz: Noten – Notation

Noten – Notation

Benennung schriftlicher Musikaufzeichnungen

Im Plural deklarieren „Noten“ oder „Musiknoten“ gleichwohl das Medium (Kommunikationsträger), auf dem die Klänge in geschriebener Anordnung festgehalten ist: zum Beispiel als gebundene Partitur (Noten), Handschrift oder gedruckte Einzelstimme eines Musikstücks. Als Sammelbegriff für jede schriftliche Chronik von Musik verwendet man neben dem Fachbegriff Musikalien gleichermaßen die Ausdrücke Notation oder „Notierung“ mittels dazugehörigem Adjektiv „notiert“, sogar wenn diese Aufzeichnung keine Noten im engeren Sinn enthält: so bspw. bei der graphischen Notation, die andere Grafiken statt oder zusätzlich zu Notensymbolen verwendet.

Elemente der Notation

Die grafischen Elemente der modernen Notenschrift sind überwiegend das Notensystem aus fünf Linien, auf dem neben Informationen über Tempo, Taktart, Dynamik sowie Instrumentation die zu spielenden Klänge in Form von Noten abgebildet sind, die von links nach rechts gelesen werden. Die verschiedenen Tondauern werden in diesem Zusammenhang durch diverse Notenformen (Notenwerte) dargestellt, die Tonhöhen durch die vertikale Position definiert. Zwei Notenlinien repräsentieren den Abstand einer Terz; der Abstand einer zwischen den Linien liegenden Note zu einer auf einer der Nachbarlinien liegenden beträgt eine Sekunde. Der Notenschlüssel am Beginn jeder Zeile legt einen Referenzton für eine bestimmte Notenlinie fest, aus der sich die anderen Tonhöhen herleiten lassen: auf dieser Darstellung der Ton g‘ auf der zweiten Linie von unten. Im

Noten - Notation - Notenlehre
Noten – Notation – Notenlehre

Photo kann man infolgedessen keineswegs nur die relativen Notenabstände (Terz und Sekunde) ablesen, stattdessen auch aus dem Violinschlüssel schließen, dass die Töne a‘-c“ und a‘-h‘ gemeint sind. Für Töne, die zu hoch oder tief sind, um auf den Linien Platz zu finden, werden Hilfslinien angewendet.

In mehrstimmigen Musikstücken ist es gebräuchlich, zahlreiche Notensysteme untereinanderzusetzen, die jeweils eine Stimme beinhalten, so dass die gleichzeitigen musikalischen Ereignisse übereinander angeordnet sind. Man spricht demzufolge von einer Partitur (Orchestermaterial). Dabei erhalten Liniensysteme für tiefere Töne im Regelfall einen Bassschlüssel, welcher im Gegensatz zum Violinschlüssel das kleine f als Referenzton auf der zweitoberen Linie markiert.

Notation (Musik)

Als Notation bezeichnet man in der Musik das grafische Speichern von musikalischen Parametern wie Tonhöhe, -zeitdauer und -geräuschpegel in einer in diesem Zusammenhang entwickelten Notenschrift. Sie dient zum einen dazu, bereits bekannte Musikstücke schwarz auf weiß zu dokumentieren, und ersetzt so zum Teil die Überlieferung durch Vorspielen oder Vorsingen. Als Dokumentation einer Melodie lassen sich auch die Stiftwalzen und -scheiben in Leierkasten und Spieluhr ansehen, aber abgesehen davon war Notenschrift bis zur Erfindung der Phonographie (z.B.Plattenspieler) die einzige Möglichkeit, gehörte Tonkunst anders als durch Erinnerung festzuhalten. Der zweite große Nutzen von Notenschrift besteht darin, neue Melodien und weitere musikalische Einfälle ausschließlich schriftlich auszudrücken. Erst die so erreichte Möglichkeit, eine Idee zu vermitteln, ohne sie selber ausführen zu müssen, ermöglicht es, dass einzelne Menschen sehr große und sehr komplexe Werke vollbringen.

Der Notensatz von der Handschrift zum Computerdruck (Kopisten)

Die Entwicklung des Notensatzes verlief ähnlich wie die Geschichte des geschriebenen Wortes. Nach in Stein gemeißelten oder in Ton geritzten Notentexten entwickelten sich bald Tinte und Papier zum idealen Informationsträger.

Die mehr oder weniger leserlichen Handschriften verschiedener Komponisten können viel über ihre Persönlichkeit aussagen, man vergleiche nur Johann Sebastian Bachs einheitliche und kontrollierte Handschrift. Bis heute ist die Entzifferung der Autographe eine schwierige Expertenarbeit, wenn es zu unterscheiden gilt, ob ein Staccato-Punkt oder nur ein Tintenfleck vorliegt, oder wenn – wie häufig bei Franz Schubert der Fall – die grafischen Zwischenstufen von Akzent-Keil zu Diminuendo-Gabel in der Drucklegung adäquat wiedergegeben werden sollen.

Wenn der Komponist die Partitur eines neuen Orchesterwerks geschrieben hatte, war es die Aufgabe von Kopisten, die Stimmen der einzelnen Instrumente daraus abzuschreiben, was eine zeitraubende Arbeit war. War das Stück erst im letzten Moment fertigkomponiert, musste es schnell gehen, und aus vielen Zeitzeugnissen kennen wir Schilderungen von „noch feuchten Notenblättern“, aus denen die Musiker eine Uraufführung spielten.

Lesen Sie auch die zukünftigen Artikel über Noten – Notation.

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